Wien – Im Gegensatz zu anderen Mitgliedern des türkis-grünen Kabinetts von Sebastian Kurz bietet Außenminister Alexander Schallenberg keine mediale Angriffsfläche, sondern gilt als verlässlicher und skandalfreier Profi seines Faches. In der Tat macht der parteilose, aber ÖVP-nahe Diplomat auf internationalem Parkett eine tadellose Figur und ist damit eine der maßgeblichen politischen Stützen des Bundeskanzlers. Zur Verbindlichkeit und Integrität des 52-Jährigen gehört, dass er für seine politischen Positionen beharrlich wirbt und diese nicht aus falscher Kompromisslerei zur Disposition stellt. Das gilt auch für die Migrationsfrage, in der sich der vierfache Vater klar am Interesse des eigenen Landes nach Zuwanderungsbegrenzung orientiert.

Innsbruck – Der Tourismus ist die wirtschaftliche Lebensader Tirols, dessen Förderung sich der strategische Beirat der Tirol Werbung verschrieben hat. Eine zentrale Aufgabe des Tyrol Tourism Board (TTB) besteht in der Abstimmung zwischen der Tirol Werbung und dem Verband der Tiroler Tourismusverbände hinsichtlich der Marketing-Aktivitäten, um Synergieeffekte zum Wohle des Tiroler Tourismus zu schaffen. Im Zuge der Neuaufstellung des strategischen Beirats wurde Mario Gerber, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol, zum Vorsitzenden und Gerhard Föger, Leiter der Abteilung Tourismus des Landes Tirol, zu seinem Stellvertreter gewählt. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (Jahrgang 1954) nannte das TTB das höchste tourismuspolitische Gremium des Landes und gratulierte dem neuen Obmann Mario Gerber zu seiner Wahl. „Er wird künftig noch stärker als zuvor auch nach außen hin als tourismuspolitischer Sprecher auftreten. Alle Mitglieder des Tyrol Tourism Board nehmen wichtige Aufgaben im Sinne des Tiroler Tourismus wahr“, würdigte der ÖVP-Politiker.

Eisenstadt – Mit seiner geistigen Erdung und seinem politischen Realismus nimmt Hans Peter Doskozil inzwischen eine Sonderstellung in der SPÖ ein, der immer mehr bisherige Anhänger vorwerfen, mit linken Zeitgeist-Themen die sogenannten kleinen Leute zu vernachlässigen. Dem Landeshauptmann des Burgenlandes und Landesparteiobmann der dortigen SPÖ kann man das kaum vorwerfen. Dessen volksnahes Motto lautet: „Die Politik muss den Menschen dienen und nicht umgekehrt.“ Zu dieser Philosophie gehört für den Politiker des Jahrgangs 1970 auch die Fähigkeit, bisheriges Handeln kritisch zu hinterfragen und politische Positionen zu korrigieren.

Wien – Im Zuge der wachsenden Kritik an den Corona-Maßnahmen hat die ÖVP gegenüber den letztjährigen Umfragewerten deutlich Federn lassen müssen, befindet sich jetzt aber in einer demoskopischen Stabilisierungsphase. Laut einer vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für „profil“ durchgeführten aktuellen Umfrage hat der Zoff um die verweigerte Akten-Lieferung an den Ibiza-U-Ausschuss Finanzminister Gernot Blümel massiv geschadet. Inzwischen sind 54 Prozent der Österreicher der Meinung, der ÖVP-Politiker müsse zurücktreten. Im Vergleich zu April legt die ÖVP in der Sonntagsfrage dennoch einen Prozentpunkt auf 34 Prozent zu. Die SPÖ verliert einen Punkt und kommt auf 23 Prozent, die FPÖ rangiert bei 18 Prozent, die Grünen bei 12 Prozent und die NEOS bei 10 Prozent. Bei der Frage nach der fiktiven Direktwahl des Bundeskanzlers legt Sebastian Kurz um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent zu. Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) liegt bei 15 Prozent und Norbert Hofer (FPÖ) bei 11 Prozent. Werner Kogler (Grüne) und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger werden beide bei jeweils fünf Prozent taxiert. 34 Prozent für die ÖVP und 29 Prozent für Kurz – damit werden die Türkisen derzeit leben können. Allerdings bildet die „profil“-Umfrage noch nicht mögliche Einflüsse der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Sebastian Kurz ab.

Wien – Auch wenn die Corona-Krise aufgrund der steigenden Impfquote und zunehmenden Freiluft-Aktivitäten der Österreicher an Brisanz verliert, bestimmt „Corona“ immer noch den parlamentarischen Arbeitsalltag von Gerald Loacker. Das ist vor allem seiner Funktion als Gesundheitssprecher der NEOS im Nationalrat geschuldet.

Brüssel/Wien – „Geld ist geprägte Freiheit“ schrieb der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski im 19. Jahrhundert über seine Zeit im Straflager und meinte damit natürlich das Bargeld. Das gilt im digitalen Zeitalter erst recht. Schon jetzt wird dank Big Data alles mit allem vernetzt, aufgezeichnet, ausgewertet und kommerziell verwertet. Das systematische Sammeln und Auswerten digitalisierter Datenmengen schafft die Privatheit ab und ermöglicht durch die elektronische Totalausleuchtung der Menschen ganz neue Profitchancen. Zudem schafft die digitale Zahlungsmethode totale Kontrollmöglichkeiten durch Staaten, Finanzinstitute und Internetanbieter.