Berlin - In Deutschland spitzt sich zum Jahresbeginn 2021 eine sicherlich politisch sehr wichtige Entscheidung zu: Wird die CDU, die derzeit größte Regierungspartei des nördlichen Nachbarn, künftig vom Wirtschaftsfachmann Friedrich Merz, vom Außenpolitiker Norbert Röttgen oder durch Armin Laschet, dem Ministerpräsidenten von Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland Nordrhein-Westfalen geführt?

Die Norddeutsche Linnéa Findeklee (Jahrgang 1997) gilt als ein aufstrebendes Polittalent in den Reihen der Christdemokraten. Findeklee ist Mitglied der MITtelstandsvereinigung und der Atlantikbrücke. Sie positioniert sich konservativ und macht aus ihrer klaren Unterstützung für Friedrich Merz keinen Hehl. Ihre Marktliberalen Positionen dürften auch Wolfgang Steiger, dem mächtigen Kopf des CDU Wirtschaftsrats ebenso gut gefallen wie so manchen Politikern der FDP. Genau mit dieser FDP (vergleichbar den Neos) regiert Ministerpräsident Armin Laschet in Nordrhein-Westfalen. Das westliche deutsche Bundesland hat in etwa eine doppelt so große Bevölkerung wie Österreich. Armin Laschet ist für Friedrich Merz ein starker Konkurrent im Kampf um den CDU-Vorsitz. Und doch findet Linnéa Findeklee nun via Twitter sehr warme Worte für Laschet.

Wörtlich schrieb das IT-Girl der CDU:

„Die CDU steht Anfang des neuen Jahres vor einer wegweisenden Entscheidung: Erobert Friedrich Merz, Armin Laschet oder Norbert Röttgen den gefühlt vakanten Parteivorsitz?

Ich möchte keinen Hehl daraus machen, dass meine Sympathien bei Friedrich Merz liegen. Merz ist kompetent, wirtschaftsliberal und steht für all das, was unter Angela Merkel der CDU über lange Jahre verloren ging.

Aber auch die beiden anderen Kandidaten, der smarte Außenpolitiker Norbert Röttgen und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sind gute Kandidaten. Laschet hat sich bereits lange für eine bürgerliche Koalition im Bund von CDU, CSU und FDP stark gemacht. Erfolgreich regiert er seit Jahren mit den Freidemokraten in Düsseldorf zusammen. Das gefällt mir! Es wirkt echt und durchdacht, nicht so dem Zeitgeist anbiedernd wie der Versuch des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sich dem grünen Zeitgeist weit zu öffnen.

Armin Laschet ist menschlich angenehm und sympathisch. Er wirkt ruhig, wenngleich er manchmal tapsig wie ein kleiner Bär durch die Unwägbarkeiten der Berliner Politik stolpert. Zumindest wirkt es auf mich so.

Ich drücke ausdrücklich Friedrich Merz die Daumen, dass er den Dreikampf mit klarer Mehrheit für sich entscheidet. Aber ich bin mir auch sicher: Armin Laschet hat eine starke Zukunft. Vielleicht wird er mal Bundespräsident. Da gab es mit Johannes Rau (SPD) schon mal einen Versöhner aus NRW, der dem Land gut tat.“