München – Institutionelle Investoren setzen immer stärker auf Private-Market-Assets wie Immobilien, Infrastruktur, Private Equity und Private Debt. An solchen Privatmarktanlagen schätzen sie die Berechenbarkeit des Cashflows und die Schwankungsarmut der Bilanzwerte. Üblich ist der Zugang zu diesen Anlageklassen über geschlossene Fonds. Viele potenzielle Anleger sehen sich mit einem Transparenzproblem konfrontiert: Bei der Suche nach geeigneten Anlagemöglichkeiten stoßen sie oft auf einen Mangel an Marktinformationen. Im Private-Market-Segment fehlt es nämlich an versierten Plattformen, die anlagerelevante Informationen bereitstellen. In Deutschland werden wichtige Informationen zu Private-Market-Anlagen daher oft von der Bundesbank oder der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Verfügung gestellt.

München – Wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die klassische Anlageformen wie Sparguthaben systematisch entwertet, stellen sich für Privatanleger drängende Fragen: Mit welcher Anlagestrategie kann ich überhaupt noch Rendite erzielen? Welche Strategien nutzen eigentlich Großanleger wie Industrieunternehmen, Pensionskassen, Versicherungen oder Universitäten? Und was ist bei renditeträchtigen Investments im Immobilien- und Infrastruktursektor alles zu beachten?

Wien – Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatte die türkis-grüne Bundesregierung weitreichende Lockdown-Maßnahmen durchgesetzt, die die Wirtschaft in eine Art Wachkoma versetzten. Die Folgen waren vorhersehbar. So ist die österreichische Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2020 im Vorjahresvergleich um 12,8 Prozent gesunken. Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) spricht von einer Rezession historischen Ausmaßes. Verglichen mit dem ersten Vierteljahr, das bereits ein Minus aufwies, war das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni um 10,7 Prozent eingebrochen. Das WIFO bilanzierte: „Damit führten die wirtschaftlichen Effekte der Covid-19-Pandemie wie erwartet zu einer Rezession in historischem Ausmaß. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zogen einen massiven Ausfall der Konsumnachfrage mit sich. Das spiegelt sich in Wertschöpfungseinbußen der Bereiche Tourismus, Verkehr, Handel, persönliche Dienstleistungen sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung wider. Im Gleichklang mit dem internationalen Umfeld brachen auch die heimische Industrie sowie die Exportnachfrage ein.“ Konkret ließen die Einschränkungen bei Handel und Dienstleistungen den privaten Konsum um satte 15,9 Prozent einbrechen. In den Bereichen Handel, Kfz-Instandhaltung, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie sackte die Wertschöpfung im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 27,8 Prozent ab. Sport-, Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen sowie persönliche Dienstleistungen waren mit Wertschöpfungseinbußen von 32,0 Prozent besonders stark vom Lockdown betroffen. Weitgehend krisenfest zeigten sich hingegen die Wirtschaftssparten Information und Kommunikation, die Kredit- und Versicherungsbranche sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen.

Triesen/Vaduz – Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die meisten europäischen Regierungen ihre Volkswirtschaften in eine Art Wachkoma versetzt. Die Unternehmen ersehnen eine baldige Lockerung der massiven Einschränkungen, um ihre Tätigkeit wieder aufnehmen zu können. Der wochenlange Stillstand hat die meisten von ihnen in eine existenzbedrohende Lage gebracht. Bei fortlaufenden Fixkosten sind Firmen und Solo-Selbstständigen die Einnahmen teilweise oder ganz weggebrochen. Zu den Folgen gehören hochgefährliche Liquiditätsengpässe.

Innsbruck/Bozen – Um große Unternehmerkarrieren und Konzernerfolge zu studieren, muss man nicht immer in die USA blicken. Auch Österreich kann damit aufwarten. Ein Beispiel dafür ist die Signa Holding GmbH, ein Immobilienkonzern mit zahlreichen Handelsbeteiligungen insbesondere in Deutschland. Aus einem Zwei-Mann-Unternehmen, das zunächst auf klassische Immobilienentwicklung spezialisiert war, ist im Laufe der Zeit ein kapitalstarker Player im internationalen Immobiliengeschäft geworden. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Innsbruck verfügt mit Signa Real Estate (Immobilien) und Signa Retail (Handel) über zwei Kerngeschäftsbereiche. Signa Real Estate ist einer der größten privaten Immobiliendeveloper in Europa und beschäftigt an zehn Bürostandorten rund 350 Mitarbeiter. Signa Retail zählt an rund 370 Standorten fast 46.000 Mitarbeiter.

Hamburg – Im Sommer 2017 stellte eine bekannte Wochenzeitung das erfolgreichste deutsche Start-up im Bereich digitaler Immobilieninvestments mit diesen Worten vor: „HafenCity, Am Sandtorkai 70, eine der teuersten Lagen der Stadt. Mit dem holzvertäfelten Aufzug geht es in den siebten Stock, man landet auf einer Dachterrasse, die so groß ist wie zwei Stadtwohnungen. Schräg gegenüber, als ließe sich hinübergreifen: die Elbphilharmonie. Hieß es nicht früher mal, Start-ups säßen in Garagen? Hier sitzt Exporo. Geschäftsmodell: nach lukrativen Immobilienprojekten suchen, dann Kleinanlegern die Möglichkeit geben, in diese Bauvorhaben zu investieren.“ Der Autor erläuterte dann, wie die Projektierung von Immobilien mithilfe von Crowdinvestoren abläuft.Crowdfunding – abgeleitet vom englischen Wort „crowd“ für „Menschenmenge“ und „funding“ für „Finanzierung“ – steht für eine innovative Finanzierungsform, bei der sich viele Einzelpersonen mit meist geringen Geldbeträgen zusammentun, um konkrete Projekte zu realisieren. Unterformen des Crowdfunding sind das Crowdlending und Crowdinvesting. Die Schwarmfinanzierung ermöglicht es Privatinvestoren, sich schon mit kleinen Summen unmittelbar an Start-ups oder Immobilienprojekten zu beteiligen.