Salzburg - Die Ausweitung des Industriegeschäfts der AUSTRO Nexus Holding hat es dem Unternehmer Michael Thomale angetan. Nach dem JointVenture mit dem deutschen Luftfahrtpionier Dr. Reiner Stemme und dem Aufklärungsflugzeug Red Eagle sollen nun zeitnah zwei weitere namhafte Industriepartner für die Salzburger Beteiligungssammler gewonnen werden.

In Italien würden seit Wochen Gespräche mit der Leonardo S.p.A. (früher als Finmeccanica firmierend) aus Rom und der Marconi Industrial in Mantua geführt. In Deutschland sei man bei einem sehr namhaften Unternehmen für den ABC-Waffenschutz bereits kurz vor dem Durchbruch.

Michael Thomale erklärt die Vorgaben für AUSTRO Nexus so: „Industrieperlen sind unsere Diamanten!“. Er spricht von „Werten zum Anfassen“, von einem „Industriegeschäft mit Bestand“. Sichtlich schwingen in den Worten des gebürtigen Sachsen auch einige Erfahrungen mit. Thomale (Jahrgang 1971) habe es satt, mit Visionären Geschäfte zu machen, die am Ende nur wenig Greifbares liefern. Er glaubt auch, dass sich Europa seiner Kernkompetenzen wieder bewusster werden muss. Gerade mittelständische Industrieunternehmen in Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden seien ihren großen Konkurrenten in den USA, China oder Russland oft weit an Leistungsfähigkeit voraus. Leider habe die Politik in Europa die Chancen der Zeit bislang verschlafen. „Das allerdings“, räumt Thomale freimütig ein, „eröffnet uns gute Möglichkeiten jetzt zuzuschlagen.“ Gerade Unternehmen aus dem Rüstungsgeschäft befänden sich „im Schweinezyklus gerade tief unten im Tal“. Die alten Inhaber seien von den letzten beiden Jahrzehnten arg gefrustet. Die junge Generation hätte keine Ahnung mehr, dass man gerade mit Feinmechanik und Technologie im Rüstungs- und Grenzschutzgeschäft sehr ordentlich verdienen kann.