Hamburg – Die meisten Deutschen wie auch Österreicher sind davon überzeugt, dass Immobilieninvestitionen Wertstabilität garantieren und vor einer schleichenden Vermögensvernichtung durch die verordneten Niedrigzinsen schützen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Online-Umfrage des Hamburger Crowdinvesting-Anbieters Exporo zum Thema „Anlageverhalten in der Niedrigzinsphase“, für die im November dieses Jahres tausend Bundesbürger befragt worden sind.Viele Menschen beklagen die Verminderung des Geldwertes durch die ständig sinkenden Zinsen. Deshalb überrascht es nicht, dass mehr als 75 Prozent der Bundesbürger Immobilien für außerordentlich wertstabil halten. Gleichzeitig empfinden sie die nötigen Anlagesummen, um in „Betongold“ investieren zu können, als sehr hoch. Richtig daran ist, dass renditeträchtige Immobilieninvestments in der Vergangenheit vor allem institutionellen Investoren und reichen Privatanlegern vorbehalten waren. Erst Crowdinvesting-Plattformen wie Exporo.de haben den Anlagemarkt „demokratisiert“, indem sie Kleinanlegern schon mit Mindestsummen ab 500 Euro das Mitverdienen an Immobilienprojekten ermöglichen.

Über 70 Prozent der Online-Befragten halten Investitionen in Immobilien für einen guten Schutz vor den aktuellen Niedrig- beziehungsweise Nullzinsen der Europäischen Zentralbank. Erstaunlich ist der demoskopische Befund, dass das Vertrauen in Immobilien mit zunehmendem Alter abnimmt: Bei den 18- bis 30-Jährigen vertrauen 76,2 Prozent dieser Anlageklasse, bei den 31-bis 45-Jährigen 70,7 Prozent, und bei den über 45-Jährigen liegt der Vertrauensgrad noch bei 68,2 Prozent, was aber auch noch ein hoher Wert ist. Sparen wird in allen Altersgruppen immer unbeliebter: 65 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es nicht vor einer Verminderung des Geldwertes schützt. Gewisse Anlagerisiken jenseits des konventionellen Sparens wollen 51,9 Prozent der Deutschen trotzdem nicht eingehen. Das gilt auch für Risiken, die die Befragten nach eigener Aussage selber beurteilen können. Obgleich die Assetklasse Immobilien geschätzt und für sehr wertstabil gehalten wird, überlegen sich nur 46 Prozent der Teilnehmer der Exporo-Umfrage, selbst aktiv in Sachwerte zu investieren, um ihr Erspartes vor Nullzinsen zu schützen. Selbst wenn Investitionen in Sachwerte schon zu geringen Anlagesummen ab 500 Euro möglich sind, bleiben 54 Prozent skeptisch.

Für die im Jahr 2014 von Simon Brunke, Dr. Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke gegründete Exporo AG mit ihrer Crowdinvesting-Plattform gibt es somit ein riesiges Marktpotenzial, wenn es gelingt, noch vorhandene Bedenken gegen digitale Immobilieninvestments auszuräumen. Innerhalb von nur fünf Jahren hat das FinTech mit Sitz in der Hamburger HafenCity und derzeit knapp 200 Mitarbeitern das Instrumentarium der Immobilienfinanzierung revolutioniert. Kleinanleger bekommen auf dem Online-Marktplatz die Chance, mit einer Rendite von fünf bis sechs Prozent in Immobilienprojekte oder Bestandsimmobilien zu investieren. Das Unternehmen hat die Einstiegshürden zum Aufbau eines individuellen Immobilienportfolios deutlich gesenkt. So sollen möglichst viele „Niedrigzins-Flüchtlinge“ einfach, transparent und mit geringem Kapitaleinsatz zu digitalen Immobilienbesitzern werden und von Immobilienrenditen profitieren.

Beim Anlagemodell „Exporo Finanzierung“ können die Investoren mit einem Mindestbetrag von 500 Euro einsteigen und bei der Anlageform „Exporo Bestand“ mit 1.000 Euro. Beim ersten Anlageformat geht es um kurzfristige Beteiligungen an fest verzinsten und renditestarken Projekten von Immobilienentwicklern. Beispiele dafür sind die Errichtung neuer Wohngebäude oder die Sanierung von Immobilien. Beim zweiten Ansatz dreht sich alles um flexible Beteiligungen an vermieteten Bestandsimmobilien, die Exporo ankauft und an denen die Anleger eigentümergleich durch laufende Ausschüttungen und die allgemeine Wertentwicklung beteiligt sind. Bis heute hat die Exporo AG über ihre gleichnamige Investmentvermittlungsplattform bereits 209 Projekte mitfinanziert und dafür mehr als 537 Millionen Euro eingeworben. Über 196 Millionen Euro sind nach eigenem Bekunden schon an die Anleger zurückgezahlt worden. Zahlungsausfälle soll es bisher in keinem einzigen Fall gegeben haben.

Die natürlichen Anlegerisiken lassen sich auf der Exporo-Plattform durch die vielen Diversifikationsmöglichkeiten minimieren. Die Kombination aus den verschiedenen selbstgewählten Investmentangeboten fördert ganz unabhängig von der Gesamtanlagesumme einen diversifizierten Portfolio-Aufbau.Sollte ein Projektentwickler einmal Insolvenz anmelden, sieht Exporo-Vorstandschef Simon Brunke sein Unternehmen gut gerüstet, um – wenn auch verspätet – die Darlehensgelder zurückzahlen zu können. Im August 2019 erläuterte er das in einem Interview: „Ganz ausschließen können auch wir einen Verlust der Anleger natürlich nicht. Allerdings haben wir sowohl bei unseren Bestandsobjekten als auch bei den Finanzierungsprojekten Sicherheiten für unsere Anleger eingebaut: Bei ‚Exporo Bestand‘ gibt es einen Treuhänder, der für die Anleger eine Grundschuld hält. Das ist bei jedem Investment der Kategorie ‚Exporo Bestand‘ der Fall. Bei ‚Exporo Finanzierung‘ hält die Emittentin, eine für jedes Projekt neu gegründete Tochtergesellschaft, sämtliche Sicherheiten. Diese hält sie zwar für sich und nicht für die Anleger, jedoch führt die Emittentin einzig dieses eine Immobilieninvestment durch und hat kein anderes Ansinnen, als die Sicherheiten durchzusetzen, wenn dies notwendig werden sollte.“

Auf diese und andere Sicherheitsmaßnahmen setzen auch die Anleger der Exporo-Investments „Portfolio Marburg“ und „Portfolio Marburg II“. Jüngst wurde bekannt, dass der verantwortliche Projektentwickler Hubert Bonn in seiner Eigenschaft als Vorstand der DEMA Deutsche Mikroapartment AG und als Geschäftsführer der Sciolla & Beilborn Projektportfolio I GmbH beim Amtsgericht Marburg Anträge auf Eröffnung der Insolvenzverfahren gestellt hat. An der Finanzierung des Projektes „Portfolio Marburg“ mit einer Laufzeit bis zum 30. Jänner 2020 sind 877 Privatanleger in der Größenordnung von 1.681.049 Euro beteiligt. Für das Projekt „Portfolio Marburg II“ mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020 haben 835 private Anleger eine Summe von 2.176.145 Euro aufgebracht. Wegen der Insolvenzanträge rechnet die Exporo AG damit, dass beide Darlehen ausnahmsweise einmal nicht fristgerecht zurückgezahlt werden können. Die Anleger der Marburg-Portfolios wurden vom Immobilien-FinTech schnell und umfassend informiert. Simon Brunke versichert: „Wir stehen in intensivem Austausch mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern.“ Man werde eng mit dem Sicherheiten-Treuhänder Elbtreuhand Service GmbH zusammenarbeiten, um eine bestmögliche Wahrnehmung der Anlegerinteressen zu garantieren.