München – Wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die klassische Anlageformen wie Sparguthaben systematisch entwertet, stellen sich für Privatanleger drängende Fragen: Mit welcher Anlagestrategie kann ich überhaupt noch Rendite erzielen? Welche Strategien nutzen eigentlich Großanleger wie Industrieunternehmen, Pensionskassen, Versicherungen oder Universitäten? Und was ist bei renditeträchtigen Investments im Immobilien- und Infrastruktursektor alles zu beachten?

Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt die Deutsche Finance Holding AG, deren ganzes Geschäftsmodell die Überschrift „Institutionelles Investieren für Privatanleger“ tragen könnte. Der Finanzkonzern mit derzeit rund 120 Mitarbeitern hat sich mit seiner Fokussierung auf institutionelle Private-Market-Investments in den Anlageklassen Private Equity Real Estate, Infrastruktur und Immobilien einen guten Namen gemacht. Die bankenunabhängige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in München verzahnt mit ihren Tochtergesellschaften Kapitalverwaltung, Fondsadministration, Treuhand-Tätigkeit, Anlegerverwaltung und Asset Management. Das Portfolio der Deutsche Finance Group umfasst 19 Investmentfonds und eine verwaltete Vermögenssumme von mehr als 6,3 Milliarden Euro. Nach eigenen Angaben zählt man annähernd 30.000 Privatanleger als Kunden, betreut 12 institutionelle Investoren und hat 14 internationale Auszeichnungen erhalten.

Die Dependancen in London, Denver, Zürich und Luxemburg sollen mittelfristig noch durch weitere Standorte erweitert werden. Dafür käme auch Wien in Frage, weil Österreich Investoren gute Chancen für Immobilien- und Infrastrukturbeteiligungen bietet, auf die sich die Deutsche Finance Group ja gerade spezialisiert hat. Deren Vorstandschef Thomas Oliver Müller kritisiert seit Langem, dass in deutschen Anlageportfolios Aktien und Immobilien aus dem eigenen Land dominieren und empfiehlt Anlegern gebetsmühlenartig den Blick über den nationalen Tellerrand. Aus seiner Perspektive wird es im deutschen Heimatmarkt immer schwieriger, mit Core-Immobilien Renditen zu erwirtschaften, weil der Markt einfach leergekauft sei. Unter Core-Immobilien versteht man in erster Linie gewerblich genutzte Bestandsobjekte, die sich in Top-Lagen befinden und vollständig an solvente Mieter vermietet sind. Müller analysiert mit Blick auf Deutschland: „Mittlerweile kauft man nur noch Substanzerhalt, aber keine Rendite mehr. Bei einer klassischen Immobilien-Core-Strategie wird zudem die Rendite oft über einen hohen Fremdkapitaleinsatz gehebelt, was problematisch ist.“ Das Ergebnis einer solchen Investition werde neben den Kosten vor allem von den drei Faktoren Mieter, Markt und Standort bestimmt. Auf die habe man leider aber nur wenig Einfluss. Der einzige Faktor, den man beeinflussen könne, sei die Erhöhung des Cashflows bei Immobilieninvestments, weiß Müller, der die Deutsche Finance Group im Jahr 2005 gründete.

Wie wichtig dem Infrastruktur- und Immobilienfinanzierer der österreichische Markt ist, lässt sich auch daran ablesen, dass er unbedingt in der Alpenrepublik die Zulassung für Immobilien-Aktienfonds bekommen wollte und auch bekommen hat. Mit einem neuen Fonds will die Deutsche Finance Group dem Umstand Rechnung tragen, dass nicht nur Immobilien-Direktinvestments und klassische Immobilienfonds hoch im Kurs stehen, sondern auch Aktien von Immobilienunternehmen. Im September letzten Jahres hat der Finanzkonzern die Vertriebszulassung für den „Deutsche Finance Securities Fund – Global Real Estate Investments“ in Deutschland, Luxemburg und Österreich erhalten. Bei dem Investment handelt es sich um einen UCITS-Aktienfonds, der weltweit in Aktien von Immobilienunternehmen investiert. UCITS bedeutet „Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities“. Die deutsche Entsprechung OGAW steht für „Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ und bezeichnet Finanzprodukte, die zum Anlegerschutz bestimmte rechtliche Anforderungen erfüllen, um verkauft werden zu dürfen. Mit ihrem auch für Österreich zugelassenen Fonds startete die Deutsche Finance Group den Geschäftsbereich „Listed Products“ und bietet institutionellen und privaten Investoren einen professionellen Zugang zu Immobilien-Aktiengesellschaften und REITS. „Ziel ist es, in ein globales Portfolio von langfristig attraktiven Immobilienunternehmen zu investieren, die in Summe sowohl eine Ausschüttung als auch eine Wertsteigerung ermöglichen“, unterstreicht Michael Steindler als Geschäftsführer der Deutsche Finance Securities.

Unbeeindruckt von der Corona-Krise und ihren wirtschaftlichen Folgen setzt der Münchner Finanzdienstleistungskonzern auf überlegte Expansion. Dazu gehört die Gründung der Deutsche Finance Development GmbH als innovative Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft für Gewerbe- und Wohnimmobilien. Über Direkt-Investments, Club Deals und Joint Ventures verspricht sie Investoren Zugang zu lukrativen Investmentprodukten. Die beiden Geschäftsführer Roland Wüst und Markus G. Neuper verfügen über eine langjährige Erfahrung in den Bereichen Projektentwicklung und Immobilienmanagement. „Mit der Deutsche Finance Development erweitern wir unsere Investment-Plattform Strategie und freuen uns, dass wir mit Roland Wüst und Markus G. Neuper zwei sehr erfahrene und kompetente Geschäftsführer gewinnen konnten“, betont Thomas Oliver Müller.

Auch für das neue Produktsegment „Club Deal für Privatanleger“ kann die Deutsche Finance auf ihre langjährige Investmenterfahrung zurückgreifen. Theodor Randelshofer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Finance Solution, sagte dazu jüngst in einem Interview: „In den letzten zwölf Jahren konnten wir 14 Fonds für Privatanleger mit ca. 800 Millionen Euro Eigenkapital platzieren und sind über die Fonds aktuell an über 120 institutionellen Zielfonds in 46 Ländern beteiligt. In dieser Zeit hat unser Asset Management ein einzigartiges internationales Netzwerk zu anderen institutionellen Investoren, Placement-Agents, Fondsmanagern, operativen Partnern, Projektentwicklern und Off-Market-Projektmaklern aufgebaut.“ Die Deutsche Finance Solution erarbeitet mit ihren Vertriebspartnern maßgeschneiderte Kreativ-Konzepte für eine erfolgreiche Produktplatzierung. Die Betreuung von Vertriebspartnern ist zielgruppendefiniert. So betreut der Bereich „Key Account Vertrieb“ Vertriebsgesellschaften und der Bereich „Maklervertrieb“ kleine Gruppen und Einzelmakler. Über eine eigene Deutsche Finance Akademie bekommen die Vertriebspartner besondere Expertise rund um das Thema regulierte Kapitalanlage. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2020 sprach Randelshofer davon, dass „bereits viel vertrieblich vorbereitet“ sei und er „sehr großes Potenzial im Privatkundengeschäft“ sehe. Österreich spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle.