München – Thomas Oliver Müller, Vorstandsvorsitzender des bayerischen Infrastrukturfinanzierers Deutsche Finance Group hat seinen Konzern schon seit einiger Zeit auf Investitionen in den nordamerikanischen Markt ausgerichtet. Bei seinen Vorhaben finden Müller und dessen Vorstandskollege Dr. Sven Neubauer auch namhafte Partner. Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) ist sowohl ein modernes Wirtschaftsunternehmen als auch eine staatliche Oberbehörde. Als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands betreibt sie gemeinschaftlich die Geschäfte von zwölf berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen, die unterschiedlichste Leistungen der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung erbringen. Zunächst einmal ist die Versorgungskammer mit ihren Einrichtungen natürlich für die Berufsstandsangehörigen im Freistaat Bayern zuständig. Die Berufsangehörigen anderer Bundesländer haben sich aber teilweise durch Staatsverträge angeschlossen, sodass sich die Geschäftstätigkeit auch auf viele andere Bundesländer erstreckt. Zur Kernaufgabe der Bayerischen Versorgungskammer gehört nicht nur die Betreuung der Versicherten und Versorgungsempfänger, sondern auch die „ertragreiche und sichere Anlage des Vermögens unserer Versorgungseinrichtungen“, wie es BVK-seitig heißt. „Nachhaltiges Wirtschaften, langfristiges Denken und Verlässlichkeit haben schon immer unser Handeln geprägt.“

Die bayerischen Altersvorsorge-Experten vertreten insgesamt knapp 2,4 Millionen Versicherte und Versorgungsempfänger. Gleichzeitig stehen sie für rund fünf Milliarden Euro an jährlichen Beitrags- und Umlageeinnahmen und ca. 3,6 Milliarden Euro an jährlichen Rentenzahlungen. Die BVK managt momentan für alle Einrichtungen zusammen ein Kapitalanlagevolumen von 81,7 Milliarden Euro. Die Bayerische Versorgungskammer mit ihren 1.350 Mitarbeitern sucht sich ihre Investment-Partner deshalb sehr genau aus und setzt auf Markterfahrung und Seriosität.

So überrascht es eigentlich nicht, dass die BVK mit der ebenfalls in München ansässigen Deutsche Finance Group zusammenarbeitet. Diese international tätige Investmentgesellschaft bietet Anlegern Zugang zu institutionellen Märkten und exklusiven Investments in den Bereichen Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur. Derzeit verwaltet das Unternehmen von Vorstandschef Thomas Oliver Müller Investitionssummen in der Größenordnung von 6,9 Milliarden Euro und unterhält Niederlassungen in Denver, London, Zürich, Luxemburg und Madrid. Das eigene Erfolgsrezept beschreiben die Finanzdienstleister so: „Die Asset Management-Teams verfügen über ein einzigartiges Netzwerk zu institutionellen Marktteilnehmern in den Bereichen Immobilien, Private Equity Real Estate und Infrastruktur und sichern somit den Zugang zu Investitionsstrategien, die dem breiten Markt nicht zur Verfügung stehen. Zu den Kernkompetenzen im Asset Management der Deutsche Finance Group gehört die Strukturierung von Investments über institutionelle Mandate, Club-Deals und Fondsstrategien.“

Ende Oktober dieses Jahres gab die Finanzgruppe bekannt, dass sie mit SHVO Capital „gemeinsam für ein institutionelles Joint Venture um die Bayerische Versorgungskammer den Gebäudekomplex ‚Transamerica Pyramid‘ in San Francisco erworben“ hat. Die BVK wird dabei durch die Universal-Investment-Luxembourg S.A. als Alternative Investment Fund Manager (AIFM) vertreten. Die Transamerica Pyramid ist das weltberühmte Wahrzeichen von San Francisco. Mit 260 Metern Höhe und 48 Stockwerken sowie reichlich Verkaufs- und Büroräumen war sie bis 2018 das höchste Gebäude der Westküsten-Metropole. Das Erkennungszeichen des Finanzviertels wurde von Transamerica, einer Tochtergesellschaft des niederländischen Versicherungskonzerns Aegon, für einen Kaufpreis von 650 Millionen US-Dollar veräußert. Aegon war seit 1999 im Besitz der Immobilie und wird weiterhin die Namensrechte für das Gebäude behalten. Der unverwechselbare Gebäudekomplex besteht aus drei Gebäuden, der ikonischen Transamerica Pyramid, den Bürogebäuden 505 Sansome Street mit 20 Stockwerken, 545 Sansome Street mit neun Stockwerken und einem weiteren Grundstück.

Mit der Transamerica Pyramid hat die Deutsche Finance Group nun eines der bekanntesten Gebäude der Welt im Portfolio. So sollen für Investoren lukrative Angebote von Prime-Immobilien in den USA bereitstehen. Mit renommierten Prime-Investments wie dem „Big Red“, einem 45-stöckigen Office Tower in Zentrallage des Geschäftszentrums von Chicago, dem ehemaligen Coca-Cola-Building in der 711 Fifth Avenue, 530 Broadway in SoHo, den historischen Raleigh, Richmond und South Seas Hotels in Miami Beach sowie mit den Projekten 9200 Wilshire Boulevard in Beverly Hills und 685 Fifth Avenue in Manhattan ist der bayerische Finanzkonzern einer der aktivsten europäischen Investoren in den Vereinigten Staaten. Dr. Sven Neubauer, Executive Partner der Deutsche Finance Group, kann seine Zufriedenheit über den jüngsten Immobilienerwerb kaum verbergen: „Wir freuen uns, die Transamerica Pyramid für unsere Investoren in eine neue Ära zu überführen. Diese außergewöhnliche Immobilie in einer der modernsten Städte der USA markiert einen neuen Meilenstein bei der Entwicklung unseres Prime-Office-Portfolios in den USA.“

Vorstandschef Thomas Oliver Müller hat sich das Ziel gesetzt, möglichst vielen Privatanlegern den Einstieg in begehrte Prime-Investments zu ermöglichen, indem die „Privaten“ gemeinsam mit institutionellen Geldgebern weltweit in Premium-Immobilien investieren. „Bei den Prime-Investments der Deutsche Finance Group handelt es sich um internationale Immobilien in außergewöhnlichen Top-Lagen mit Wertsteigerungspotenzial“, erläutert er. Im Mittelpunkt der Anlagestrategie stünden höhere risikoadjustierte Renditen durch Ausnutzung von Marktzyklen, nachfrageorientierte Neubauprojekte, die Repositionierung von Gebäuden durch Ausmietung von Leerständen sowie Investitionen in moderne Entwicklungsprojekte. Bei den Prime-Investments gehe es um die kurz- bis mittelfristige Realisierung einer renditestarken Immobilie mit klarer Fokussierung auf institutionelle Club-Deals, so der Investment-Profi. Bei einem Club-Deal kooperieren in der Regel mehrere institutionelle Investoren als Partner, um ein ganz konkretes Immobilienprojekt zu realisieren. „Es handelt sich somit um ein echtes unternehmerisches Immobilieninvestment, bei dem die Investoren aktiv mitwirken“, resümiert der Chef der Unternehmensgruppe. Die Vorteile von institutionellen Club-Deals liegen für Müller auf der Hand: „Die Ausgestaltung ist flexibel, und es handelt sich um maßgeschneiderte Investments mit einem hohen Maß an Kontrolle und Einbeziehung in die Entscheidungsprozesse. Anlagestrategien lassen sich zielgenau und effektiv realisieren, weil die Partner gleiche Interessen verfolgen.“

Die Erfolge der institutionellen Club-Deal-Serie hängen mit ausgefeilten Wertsteigerungsmodellen zusammen, die Symon Hardy Godl, Geschäftsführer der Deutsche Finance Asset Management GmbH, so beschreibt: „Im Gegensatz zu cashflow-orientierten Core-Strategien, bei denen sich die Gesamtrendite nicht selten auf die laufenden Mieteinkünfte beschränkt, wird der Großteil der Rendite bei Wertsteigerungsstrategien durch aktives Asset Management erzielt. Die Kombination beider Ansätze sorgt für Stabilität und Rendite-Chance zugleich.“